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Rosengarten


Radierungen, Radiertechnik

Die ersten Kupferstiche kamen gegen 1430 auf. In der Tat ist die Entstehung der Tiefdrucktechnik auf Metallplatten der Goldaschmiedekunst zu verdanken. Bei diesen Verfahren wurden die Zeichnungen in Silberplatten graviert.

Bereits zu Beginn des 16.Jahrhunderts setzte der Aufschwung für gedruckte Bilder ein. Die Stiche oder Gravuren boten den Grafikkünstlern die Möglichkeit ihre und die anderer bekannter Künstler zu vervielfältigen.

Meine Werkstatt

Die ersten und damit qualitativ besten Drucke werden mit E.A. bezeichnet. Üblicherweise druckt der Künstler 10-20 Exemplare für den eigenen Bedarf. Bei Radierungen ist die künstlerische Qualität eines Blattes immer mit den handwerklichen Fähigkeiten des Künstlers verbunden.

Bei der Kaltnadelradierung  werden mit einer Stahlnadel Linien und Strukturen in eine Metallplatte getrieben.

Bei der Linienätzung wird die Metallplatte mit einem Lack bedeckt, in  welchen das Motiv eingeritzt wird. Bei der anschließenden Ätzung in einem Säurebad wird an diesen Stellen durch die Säure Metall abgetragen.

Aquatinta ist die Bezeichnung einer Flächenätzung. Durch das Aufbringen von Harz-Staub entsteht eine Körnung auf der Metallplatte.

Unter Vernis Mou versteht man eine nicht durchhärtenden Harzschicht, auf die strukturierende Materialien oder Bleistiftzeichnungen   eingedrückt werden können, so dass an den Druckstellen das Säurebad angreifen kann. 

Die so oder nach anderen Techniken bearbeiteten Metallplatten (ich benutze Kupferplatten) werden als Farbträger für den Tiefdruck verwendet.
Bei Farbradierungen werden für jede Farbe Platten angelegt, die nacheinander auf das gleiche Blatt gedruckt werden.

Viele Schritte sind notwendig, um eine Farbradierung her zu stellen. Diese Technik erfordert nicht nur künstlerische Kreativität sondern auch handwerkliches Talent und viel Geduld.

Die Metallplatten müssen geschnitten, gefeilt und poliert werden. Gerade bei Farbradierungen ist es von größter Wichtigkeit, dass alle  Platten, die man für einen Druck  benötigt millimetergenau aufeinander passen.

Man beginnt damit, dass die Zeichnung auf die erste Platte übertragen wird. Sie wird geätzt und wieder gereinigt. Diese geätzte Zeichnung wird auf die anderen Platten übertragen. Die Stellen, die nicht geätzt werden sollen werden mit einem Lack abgedeckt und man lässt die Stellen frei für die Farben, z.B. gelb, rot, blau etc.

Mit einer Aquatinta fährt man fort und achtet beim Bad in der Säure auf Abstufungen von hell bis dunkel. Diese Abstufungen werden durch die Länge im Säurebad bestimmt.

Wenn alle Platten in dieser Art bearbeitet und gereinigt sind können die einzelnen Druckfarben  aufgetragen und gewischt werden. Nun schreitet man zum Druck.

Hierzu benötigt man zuerst einen Bogen Kupferdruckpapier, den man vorher eingeweicht hat. Den legt man auf die Druckpresse. Die erste Platte evtl. die gelbe wird darauf platziert. Ein weiterer Bogen kommt auf die Platte und man produziert den ersten Druck, indem man die Platte mit dem Papier durch die Presse dreht. Die Walze wird nur so weit gedreht, dass man die erste Platte herausnehmen kann ohne dass das Papier verrutscht.

Auf dem unteren Bogen ist nun die Prägung der Platten entstanden und die folgenden können genau platziert werden. So wird ein Farbträger nach dem anderen übereinander gedruckt.

Immer wieder ist man beim ersten Andruck gespannt und sehr erfreut wenn es gelungen ist und die Arbeit sich gelohnt hat. 


The English text will follow soon.